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„Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Moment der Geburt an, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du aufstehst, um eine Rede zu halten.“

Marc Twain

Was ist Integrative Stressbewältigung?

Integrative Stressbewältigung ist eine individuelle Kombination mehrerer Verfahren (siehe Ende dieses Textes). Ziel ist es, zunächst die akuten oder latenten (nicht offenkundigen, eventuell in der Vergangenheit erlebten) Stressauslöser zu erkennen, anschließend zu bearbeiten und in die eigene Erfahrungswelt angemessen zu integrieren (einzuordnen).

Zunächst wird mit Hilfe eines Muskeltests (Myostatik- oder O-Ring-Test) der individuelle Stressauslöser und die damit verbundene blockierende Emotion ermittelt. Aus Sicht der Anwender ist er eine Methode, um den jeweiligen Muskelspannungszustand einer Person zu ermitteln. Dabei formen Sie mit Daumen und Zeigefinger den Buchstaben „O” und verhindern mit maximaler Muskelkraft, dass ich diesen Ring durch Ziehen öffnen kann. Wie leicht oder wie schwer der Ring zu öffnen ist, lässt Rückschlüsse zu auf die in diesem Moment ablaufende Stressreaktion. Dass akute Stressreaktionen unsere Reaktions- und Kompensationskraft (die Kraft, mit der ein Reiz ausgeglichen werden kann) mindern können, weiß auch der Volksmund – wir „kriegen weiche Knie” oder uns „entgleisen die Gesichtszüge”.

Danach geht es darum, den Stressauslöser zu verarbeiten. Die meisten Ereignisse des Tages verarbeiten wir während unseres nächtlichen Traumschlafes, in den so genannten REM-Phasen (Rapid Eye Movement), gekennzeichnet durch die schnellen Rechts-Links-Bewegungen der Augen in dieser Schlafphase (http://de.wikipedia.org/wiki/Rapid_Eye_Movement). Starker negativer Stress kann jedoch die Funktionsweise unseres Gehirns beeinflussen. Die eigentlich für die Verarbeitung von Reizen nötige Zusammenarbeit beider Gehirnhälften kann unterbrochen werden, was als Blockade, Leistungsstörung oder Unfähigkeit mit Situationen angemessen umzugehen oder zu reagieren, erlebt werden kann. Zunächst geht es deshalb darum, die zur Verarbeitung von Reizen nötige Zusammenarbeit beider Gehirnhälften gezielt anzuregen (bilaterale Hemisphärenstimulation).

Das geschieht durch die Simulation dieses Verarbeitungsprozesses mit Hilfe von bewusst provozierten „wachen” REM-Phasen: Sie folgen mit Ihren Augen meinen raschen, winkenden Handbewegungen, von links nach rechts, von rechts nach links. Dabei beginnen die Erfahrungen und Emotionen (motio = Bewegung) wieder „zu fließen”. Sie durchleben die belastungsauslösende Situation erneut – mehr oder weniger intensiv, jedoch gut aushaltbar – mit der Fähigkeit, sie nun zu bewältigen und zu verarbeiten. Erfahrungen können als solche abgeschlossen werden, ohne die Gegenwart und Zukunft weiter unangemessen negativ zu beeinflussen.

Es existieren verschiedene Erklärungsmodelle zu den positiven Effekten „wacher“ REM-Phasen. Zurzeit wird davon ausgegangen, dass die schnellen Augenbewegungen (ähnlich der oben genannten nächtlichen REM-Phasen) die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften anregen. Dadurch sollen die Eigenregulation verbessert und die so neu freigesetzten seelischen und geistigen Fähigkeiten dem Menschen helfen, das stressende Geschehen angemessen zu bewerten und einzuordnen.

Integrative Stressbewältigung

Um die erzielten Verarbeitungsergebnisse zu stabilisieren und Hilfe zur Selbsthilfe im Alltag zu geben, fließen neben wingwave (Methodenbeschreibung siehe oben) noch weitere Methoden in die integrative Stressbewältigung mit ein. Dazu können zum Beispiel  Elemente der Verhaltenstherapie oder der Lösungsfokussierten Therapie zählen sowie unterstützend Ohrakupressur, Bachblüten-Therapie, Phytotherapie, Komplexhomöopathie u. a.

Bisher gibt es kaum Stellungnahmen der Schulmedizin zu den meisten der hier genannten Verfahren, sie zählen zu den alternativen Behandlungsmethoden. Studien zur Beweisführung der Aussagesicherheit stehen noch aus.